Kinder
Wenn es Ihnen und Ihrem Kind nicht gut geht
Manche Kinder zeigen Verhaltensweisen, die für sie selbst und für ihr Umfeld sehr belastend sein können. Dazu gehören zum Beispiel, dass ein Kind
- sehr viel weint oder schlecht schläft
- nicht ruhig sitzen kann
- Gefühle sehr intensiv oder scheinbar unkontrolliert ausdrückt
- sich bei Hausaufgaben kaum konzentrieren kann oder diese verweigert
- starke Ängste, etwa vor Tests oder Leistungsanforderungen, entwickelt
- häufige Konflikte mit Eltern, Geschwistern oder Mitschüler*innen hat
- die Wahrheit verdreht oder Geschichten erfindet
Kinder erleben und verarbeiten ihre Umwelt anders als Erwachsene. Sie fühlen intensiv, ohne ihr Erleben bereits rational einordnen oder in passende Worte fassen zu können. Häufig fehlt ihnen noch ein inneres Vorbild dafür, wie man mit schwierigen oder beängstigenden Gefühlen umgehen kann. Was Erwachsene als „unrealistisch“ wahrnehmen – etwa die Angst vor einem Wesen unter dem Bett – ist für das Kind eine real empfundene Bedrohung.
Für Eltern ist es oft schwer zu erkennen, was ihr Kind innerlich erlebt. In solchen Momenten fällt es nicht immer leicht, ruhig, empathisch und geduldig zu bleiben, obwohl das Kind genau dann besonders viel Sicherheit und Verständnis benötigt.
Unverarbeitete Eindrücke, anhaltende Überforderung oder Reizüberflutung können sich bei Kindern auf unterschiedliche Weise zeigen: durch körperliche Beschwerden, wechselnde oder wiederkehrende Schmerzsymptome sowie durch auffälliges Verhalten. Auch das Verlernen bereits erworbener Fähigkeiten kann ein Hinweis auf seelischen Stress und eine Überlastung des Nervensystems sein.
Frühkindliche Reflexe, ADS und ADHS
Bei Kindern wird häufig die Diagnose ADS oder ADHS in Betracht gezogen oder gestellt. In manchen Fällen kann dies zutreffend sein. Gleichzeitig lohnt es sich, ergänzend zu prüfen, ob frühkindliche Reflexe vollständig integriert sind.
Sind einzelne Reflexmuster weiterhin aktiv, kann das Nervensystem dauerhaft in erhöhter Anspannung bleiben. Diese erhöhte Grundaktivierung kann die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften sowie die Regulation von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Emotionen erschweren. Mögliche Folgen sind unter anderem Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, schnelle Überforderung, emotionale Schwankungen oder motorische Unruhe.
Die Überprüfung und gegebenenfalls Förderung der Reflexintegration versteht sich dabei nicht als Ersatz für eine medizinische oder psychologische Diagnostik, sondern als ergänzende, ganzheitliche Betrachtung der neurofunktionellen Entwicklung – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
Weitere Informationen zu diesem Zusammenhang finden Sie auf der Seite „Reflexe“. Es kann sinnvoll sein, dieses Thema im Blick zu behalten, insbesondere wenn trotz Förderung, Therapie oder Training weiterhin Auffälligkeiten bestehen.
Was sagt das Kind durch sein Verhalten?
Bei sehr kleinen Kindern wird die Haupterziehungsperson behandelt. Ab einem Alter von ca. 5 Jahren kann ich die Behandlung in einer Einzelsitzung mit Ihrem Kind durchführen.
Unterstützung kann bei folgenden Symptomen gegeben werden:
Babys |
Ein- und Durchschlafprobleme, Häufiges Weinen, extreme Unruhe, Unverträglichkeiten, bestimmte verzögerte Entwicklungen |
Kleinkinder |
Einnässen, Aggressives und trotziges Verhalten, Hyperaktives Verhalten, Starkes Fremdeln, Auffällig sensibles oder zurückhaltendes Verhalten, Alpträume, Körperliche Auffälligkeiten |
Grundschüler |
Unruhe und Konzentrationsmangel, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Zahlen-Schwäche, Versagensängste, Ängste im Umgang mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen, Motorische Verzögerungen, Stottern, Lügen, Übermäßig viele Erkältungen oder andere somatische Auffälligkeiten, Eifersucht mit Geschwistern, mangelndes Selbstbewusstsein |
Schüler ab 5. Klasse |
Prüfungsängste, Überforderung im Alltag, Zeitmanagement, Schlafprobleme, Übermäßiges Verlangen nach digitalem Spielen, Traurigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen, Mangel an Fähigkeit, mit sich selbst etwas anzufangen, Somatische Auffälligkeiten, Kontaktschwierigkeiten, Soziale-Ängste, Scham, Klammern an die Mutter / Vater |
Ablauf einer Kinderbehandlung
Die Behandlung findet in einer ruhigen, spielerischen Atmosphäre statt. Mir ist wichtig, dass sich Ihr Kind sicher und angenommen fühlt. Beim Malen, Spielen oder in einem leichten Gespräch darf Vertrauen entstehen – ganz im eigenen Tempo des Kindes.
Die Arbeit verbindet einfühlsame Gespräche mit sanften kinesiologischen Elementen. Gemeinsam lernen wir, Körpersignale und Gefühle besser wahrzunehmen (z. B. Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Nägelkauen). Am Ende stehen kleine, einfache Übungen, die dem Kind helfen, sich schnell wieder zu regulieren und ins Gleichgewicht zu kommen.
Vor dem ersten Termin führen wir ein kurzes telefonisches Gespräch. Beim persönlichen Kennenlernen füllen Sie die notwendigen Formalitäten aus. Je nach Bedarf findet die Behandlung mit oder ohne Begleitung eines Elternteils statt.
Nach der Sitzung bekommt Ihr Kind alltagstaugliche Impulse, die Sie liebevoll unterstützen können. Kinder nehmen Veränderungen oft leicht an – manchmal dürfen wir Erwachsenen uns davon inspirieren lassen. Körperorientierte Begleitung kann hier sanft und wirkungsvoll unterstützen.
Eigenverantwortung übernehmen
Für ein nachhaltiges Behandlungsergebnis ist es oft hilfreich, auch das familiäre Umfeld mit einzubeziehen. Manchmal wirken sich Dynamiken innerhalb der Familie – meist unbewusst – auf das Verhalten eines Kindes aus.
In solchen Fällen lade ich Sie ein, den Behandlungsprozess auf Wunsch auf die Familie auszuweiten. So entsteht Raum für mehr Verständnis, Entlastung und neue Wege im Miteinander – zum Wohl Ihres Kindes und aller Beteiligten.
Ziel ist, die Weichen rechtzeitig zu stellen!
Kinder zeigen durch auffälliges Verhalten, dass sie aus dem Gleichgewicht geraten sind. Wir Erwachsenen sind dabei oft hilflos: „Warum macht er/sie das?“. Im Rahmen der Behandlung finden wir Antworten und Lösungsmöglichkeiten.
Ziel ist es, dass Ihr Kind nach nur ca. ein bis drei Terminen den Konflikt gelöst hat. Dafür setze ich all mein Wissen und meine Energie ein. Häufig ist eine Veränderung seitens der Eltern nötig um eine Verbesserung für das Kind zu erreichen. Dann werde ich Ihnen eine ergänzende Behandlung für sich selbst empfehlen, denn Kinder sind ein Spiegel der Erwachsenen und übernehmen unbewusst unsere Themen und ungelösten Konflikte. Die Geburt ist auch ein wesentlicher Teil in der Entwicklung des Kindes und muss mit berücksichtigt werden.